Gletschermumien, Wasserleichen & Co.

Der Krimi-Schauplatz Graubünden

Die Bündner Bergseen und Gletscher sind voller Leichen. Auch an anderen malerischen Orten häufen sich die Toten: unter Wasserfällen und RhB-Viadukten, an Aussichtspunkten und alten Kultstätten. Nicht in Wirklichkeit, sondern im Regionalkrimi: Schauerlich schön sind die Geschichten, scharfsinnig und fest in Graubünden verwurzelt die Ermittelnden, die die fantasievollen, kaltblütigen oder getriebenen Mörder:innen am Ende zu fassen kriegen.

Regionalkrimis punkten mit bekannten Landschaften und kulinarischen Spezialitäten. Nicht selten werden auch politische, gesellschaftliche oder ökologische Anliegen vermittelt. In den letzten Jahren ist das Genre immer beliebter geworden und bringt jährlich zahlreiche Neuerscheinungen hervor.

Die kleine, aber umfassende Ausstellung im Alten Schulhaus Tschiertschen lädt zum Verweilen und Lesen ein. Sie beleuchtet Bündner Regionalkrimis und deren Autor:innen, illustriert ihre Geschichte, denkt über die ermittelnden Figuren nach und lässt das Publikum Krimis hören, sehen und erfinden. «Gletschermumien, Wasserleichen & Co.»basiert auf dem Buch «Mordslandschaften» von Thomas Barfuss, der die Krimilandschaft Graubünden in einem Forschungsprojekt des Instituts für Kulturforschung Graubünden erkundet hat. Für die Gestaltung war Annina Rodigari verantwortlich. Das Projekt initiiert und geleitet hat Marie-Claire Niquille von Pro Tschiertschen-Praden. Ergänzt wird die Ausstellung mit einer kleinen Bibliothek, einer Mediathek und interaktiven Stationen. 

Am 14. März verschenken wir ab 16:00 Uhr die Krimis aus der Bibliothek.

Altes Schulhaus Tschiertschen
Vernissage: 27.12.25, 17:30 Uhr, im Beisein von Dr. Thomas Barfuss. Anschliessend Apéro.
Die Ausstellung ist jeweils am Mittwoch, 15–17:30 Uhr und Samstag, 14–17 Uhr,  geöffnet bis am 14. März 2026.

Bericht in der Aroser Zeitung vom 31.12.2025
Bericht in der Bündner Woche vom 11.2.2026

Rahmenveranstaltung:

Christie, Simenon, Bannalec.

Der Bündner Krimi und seine internationalen Verwandten

Sherlock Holmes schaut 1920 dem ersten Bündner Krimi über die Schulter, und Maigrets Pfeife taucht beim Engadiner Ermittler Linard Lum wieder auf. Der Churer Landjäger Caminada führt die Schweizer Tradition der gütigen Vaterfiguren seit Wachtmeister Studer fort, und der touristische Blick von Bannalecs Kommissar Dupin fällt inzwischen auch auf die Surselva. Eine spannende Ermittlung hinter den Kulissen des Bündner Krimis.  

Es referiert der Churer Literaturwissenschaftler Dr. Thomas Barfuss (Institut für Kulturforschung Graubünden).  


Wir danken
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